Logo Lfi

Servicemenu



Dramatisches Artensterben


(02.07.2019)

In seinem Bericht zum Zustand der Artenvielfalt zeichnet der Weltbiodiversitätsrat ein düsteres Bild.
Rund 150 Expert/innen aus 50 Ländern arbeiteten drei Jahre lang an dem Bericht über den Stand der Artenvielfalt. Das Ergebnis: In den nächsten Jahrzehnten sind 500.000 bis 1.000.000 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht.
Die Geschwindigkeit des Artensterbens ist zehn- bis hundertmal höher als in den vergangenen zehn Millionen Jahren. Ein „Massenaussterben“, wie es aktuell der Fall ist, gab es in den vergangenen 500 Millionen Jahren erst fünfmal.
Die Ursachen für das Artensterben sehen die Wissenschafter/innen insbesondere in Landwirtschaft, Abholzung, Bergbau, Fischerei, in der Umweltzerstörung und im Klimawandel.
Vor allem Amphibien, Korallen sowie viele Pflanzenarten sind stark gefährdet. Insgesamt könnten etwa 40 % der Amphibien aussterben. Bei den Korallen kämpfen fast ein Drittel ums Überleben. Wie viele Insekten vom Aussterben bedroht sind, ist unsicher, da viele statistische Daten fehlen. Nach Schätzungen sind aber zehn Prozent der Insekten stark gefährdet - eine gewaltige Menge an Arten, wenn man bedenkt, dass es fünfeinhalb Millionen Insektenarten gibt.
Der Bericht bezeichnet auch noch 500.000 Arten als „dead species walking“, womit Arten gemeint sind, die aufgrund der Veränderung ihrer Lebensräume längerfristig keine Überlebenschance haben.

Die Wissenschafler/innen rufen zu einer massiven Verschärfung der Maßnahmen zum Umweltschutz auf, insbesondere zu mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und der Fischerei. Nach dem Bericht sollte der Artenschutz weltweit in allen Politikbereichen vertreten sein.

Quelle: http://www.sinexx.dewww.sinexx.de; Brondizio, E. S.; Settele, J.; Díaz, S. and Ngo H. T. (Hrsg.)(2019): IPBES. 2019. Global assessment report on biodiversity and ecosystem services of the Intergovernmental Science- Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services. IPBES Secretariat, Bonn, Germany.


printDrucken

© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
EU, Entwicklung für den ländlichen Raum, Logo Lebensministerium Östrerreich