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Wirbeltierbestände schrumpften um 60 %


(07.11.2018)

Der Ressourcenhunger der Menschheit übersteigt die Regenerationsfähigkeit des Planeten und lässt die natürlichen Reserven und die biologische Vielfalt in besorgniserregendem Maße schwinden. In den letzten rund 40 Jahren schrumpften die Wirbeltierbestände um 60 %. Das zeigt der Ende Oktober veröffentlichte „Living Planet Report 2018“, den die Naturschutzorganisation WWF gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft London erstellte und an dem 59 Autor/innen von insgesamt 26 Institutionen mitwirkten.

In den letzten Jahrzehnten haben menschliche Aktivitäten die Lebensräume und die natürlichen Ressourcen, auf die Wildtiere und die Menschheit angewiesen sind, wie Ozeane, Wälder, Korallenriffe, Feuchtgebiete und Mangroven, stark beeinträchtigt.
Laut „Living Planet Index“ (LPI), der auf Daten zu 16.704 untersuchten Populationen von 4000 Wirbeltierarten weltweit basiert, schwanden zwischen 1970 bis 2014 im Schnitt 60 % der Bestände an Fischen, Vögeln, Säugetieren, Amphibien und Reptilien. Als Hauptursachen für das Artensterben werden die Übernutzung von Arten – direkt durch Wilderei oder indirekt z.B. durch Beifang in der Fischerei – und eine nicht nachhaltige Landwirtschaft angeführt. Invasive Arten und Krankheiten, deren Ausbreitung durch Handel und Transport gefördert werden, stellen eine weitere Gefahr dar. Auch Umweltverschmutzung bedroht Arten, wenn deren Lebensräume davon betroffen sind. Doch auch der Klimawandel spielt eine wachsende Rolle und wirkt sich bereits auf Ökosysteme und Arten aus.

Quelle: WWF (Hrsg.) (2018): Linving Planet Report 2018; www.weltagrarbericht.de


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© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
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