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Lebendmulch im Getreideanbau


Kleeuntersaat
(12.05.2011)

Die Stickstoffversorgung durch Lebendmulchsysteme im Getreideanbau stößt in der biologischen Landwirtschaft seit einigen Jahren auf steigendes Interesse. In der Praxis ergaben sich aber immer wieder Probleme aufgrund der starken Konkurrenz der als Bodenbedecker verwendeten Kleearten.
Wissenschafter der Technischen Universität München prüften nun anhand einiger typischer Arten die Eignung einjähriger Leguminosen als Lebendmulche im Getreideanbau, entwickelten bestehende Anbausysteme weiter und untersuchten deren Wirkung auf die Bodeneigenschaften und die Stickstoffversorgung.

Versuche mit unterschiedlichen Leguminosen

Über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren wurden insgesamt elf Feldversuche angelegt, in denen Getreide in Lebendmulchsystemen mit einjährigen Leguminosen angebaut wurde. Variiert wurden die Faktoren Hauptkultur (Weizen und Roggen) sowie die Leguminosenart (Schneckenklee, Feldklee und Erdklee als einjährige Arten, Weißklee und Hopfenklee als Kontrollvarianten) und zum Teil auch die Einsaatmethode, der Einsaatzeitpunkt und die Stickstoffversorgung.

Positive Ergebnisse

Es zeigte sich, dass unter süddeutschen Bedingungen die geprüften einjährigen Arten durch Selbstaussaat mehrjährige Bestände bilden, ohne eine zu große Konkurrenz für die Getreidepflanzen darzustellen. Der größte Vorteil der einjährigen gegenüber den mehrjährigen Leguminosen besteht in deren determiniertem Entwicklungszyklus - die Konkurrenz gegenüber der Hauptkultur ist in der besonders kritischen Kornfüllungsphase daher nur noch gering.

Positive Wirkungen auf die Stickstoffversorgung sowie auf die biologischen und physikalischen Bodeneigenschaften konnten ebenfalls nachgewiesen werden. Erdklee und Feldklee erwiesen sich wegen ihres niedrigen Wuchses und der zuverlässigen Wiederaussaat als am geeignetsten. Während die gemeinsame Etablierung der untersuchten Leguminosen und der Hauptkultur im ersten Jahr auf keine großen Schwierigkeiten stieß, müssten die Methoden für die Einsaat der Hauptkultur in die bereits etablierten Leguminosenbestände noch weiter entwickelt werden.

Quelle: www.oekolandbau.de

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© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
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