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Neue Anbaustrategien bei Zwiebeln


Zwiebelanbau
(28.07.2011)

Bio-Zwiebel werden vor allem in Form von Sä- oder Steckzwiebeln angebaut und stellen die Produzenten häufig vor große Herausforderungen:
Während der Säzwiebelanbau oft durch Falschen Mehltau und hohe Kosten für die Beikrautregulierung beeinträchtigt wird, kommt es beim Steckzwiebelanbau häufig zu hohen Ertragseinbußen durch Fusariosen.
Nun haben Wissenschafter ein alternatives Anbauverfahren – das Pflanzen von Säzwiebeln - untersucht, weiterentwickelt und auf seine Wirtschaftlichkeit überprüft.

Zufriedenstellende Ergebnisse

Während zwei Versuchsjahren wurden auf fünf Praxisbetrieben und im Kompetenzzentrum Bamberg Faktoren wie Pflanzabstand und Sorte (Summit/Hystar) berücksichtigt sowie drei unterschiedliche Reihenabstände, drei Erdpresstopfgrößen und unterschiedliche Kornzahlen pro Topf untersucht.

In beiden Jahren und auf allen Standorten war das Pflanzverfahren hinsichtlich Ertrag und Qualität mit den anderen Verfahren konkurrenzfähig oder ihnen überlegen. Die vorbeugende Wirkung gegenüber Fusarium ssp. konnte mangels Auftretens in den Versuchen nicht bestätigt werden. Der Befall mit Falschem Mehltau war nur in einem Jahr auf drei Standorten mit Steckzwiebelanbau ertragsbegrenzend, so dass auch in diesem Fall keine Aussage über die Vorzüglichkeit des Pflanzverfahrens gegenüber dem Säverfahren getroffen werden kann. Der Einfluss der Sorten war in beiden Jahren uneinheitlich.

Das Pflanzverfahren konnte anhand der zweijährigen Ergebnisse hinsichtlich der Parameter Pflanzabstände, Topfgröße und Kornzahlen pro Topf auch wirtschaftlich optimiert werden. Auf diese Weise wurde ein konkurrenzfähiges Anbauverfahren entwickelt, das nun auf den Projektbetrieben und weiteren Bio-Betrieben im süddeutschen Raum praktiziert wird.

Der Schlussbericht des Projekts wurde nun veröffentlicht: Download

Quelle: www.oekolandbau.de


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