Logo Lfi

Servicemenu



Kartoffeln aus dem Genlabor?


Kartoffel
(08.09.2011)

Kritiker der Grünen Gentechnik befürchten, dass die Zulassung und Kommerzialisierung der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora, die bisher in Europa nicht angebaut werden darf, demnächst bevor steht. Mit Hilfe der Gentechnik wurde ihre Stärkezusammensetzung so verändert, dass sie für bestimmte industrielle Verwendungszwecke angeblich besser geeignet ist.
Die GV-Kartoffel ist unter anderem deshalb besonders umstritten, weil sie ein Antibiotika-Resistenzgen enthält, welches auch in der Human- und Tiermedizin verwendet wird. Eine Resistenzbildung von Mensch und Tier gegenüber dem Antibiotikum kann daher nicht ausgeschlossen werden. Trotz dieses Risikos hat sich die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA) für die Zulassung von Amflora ausgesprochen.
Parallel zu dieser Entwicklung wurde in Deutschland eine Kartoffelsorte ganz ohne Gentechnik gezüchtet, die einen besonders hohen Amylopektin (Stärke)-Anteil aufweist und in der Nahrungsmittel-, Textil-, Papier-, Klebstoff- sowie Baustoffindustrie eingesetzt werden soll. Damit ist die Argumentation der Amflora-Befürworter hinfällig – denn wer braucht ein umstrittenes Gentech-Produkt, wenn es eine sichere Alternative gibt?

Quelle: Bio-Fibel 05/2009, www.bund.net


printDrucken

© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
EU, Entwicklung für den ländlichen Raum, Logo Lebensministerium Östrerreich