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Schutz und Fruchtbarkeit von Ackerböden


Boden
(05.11.2012)

Obwohl nur etwa elf Prozent der Erdoberfläche landwirtschaftlich nutzbar sind, geht der Mensch verschwenderisch mit fruchtbaren Ackerflächen um. Nach Angaben der Welthungerhilfe gehen durch Erosion, Versalzung, Austrocknung oder Versiegelung jährlich zwischen fünf und sieben Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche verloren - alle fünf bis sechs Jahre eine Fläche von der Größe Deutschlands. Um diesem, für die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung verheerenden Trend entgegen zu wirken, muss die Landwirtschaft in Zukunft deutlich schonender und nachhaltiger mit Böden umgehen.

EU-Projekt in elf Ländern

Im Rahmen des EU-Projektes „OSCAR“ („Optimizing Subsidiary Crop Applications in Rotations“ = Optimierung der Anwendung von ergänzenden Pflanzen in Fruchtfolgen) werden ExpertInnen des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften in den kommenden vier Jahren neue Bodenbearbeitungs- und Bewirtschaftungsmethoden entwickeln. Insgesamt 20 PartnerInnen aus elf Ländern in Europa, Nordafrika und Südamerika sind an „OSCAR“ beteiligt.
Optimierung von Anbaumethoden

Im Fokus der WissenschafterInnen und ExpertInnen stehen die Entwicklung von leichten Maschinen zur schonenden Bodenbearbeitung und Methoden der Mulchwirtschaft. Darüber hinaus wollen die ForscherInnen Arten und Sorten identifizieren und selektieren, die neben den regulären Früchten zusätzlich angebaut werden können, um so die Böden zu schützen sowie die Bodenfruchtbarkeit zu steigern. Anbaumethoden sollen optimiert und deren Auswirkungen auf die Produktivität und Pflanzengesundheit im Detail unter verschiedenen klimatischen und Bodenbedingungen untersucht werden.

Verbesserung der Mulchwirtschaft

Zudem wollen die WissenschafterInnen Pflanzenarten und Sorten identifizieren, die effizient zwischen den Hauptfrüchten angebaut werden können, im Winter absterben und dadurch eine Mulchschicht bilden, die der Hauptfrucht als Dünger und Bodenschutz dient. Alternativ könnten Untersaaten als lebender Mulch mit der Hauptfrucht angebaut werden.

Als Ergebnis des Projekts soll unter anderem im Internet eine mehrsprachige interaktive Informationsplattform für PraktikerInnen und WissenschafterInnen geschaffen werden. Damit soll den Nutzern ermöglicht werden, für ihre jeweiligen Standorte die passenden Lösungsansätze zu identifizieren, auszuprobieren und sich über ihre Erfahrungen auszutauschen.

Quelle: www.oekolandbau.de


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© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
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