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Pflanzen als Klimaschützer


(07.01.2016)

Pflanzenvielfalt kann das Klima schützen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie: Neben anderen Faktoren, wie ein hoher Humusgehalt, sorgt auch die biologische Vielfalt der Pflanzen dafür, dass Kohlenstoff im Boden gebunden wird und nicht als CO2 in die Atmosphäre gelangt.
In einem Langzeitexperiment wurden Wiesenflächen unterschiedlicher Artenvielfalt miteinander verglichen, wobei alle Flächen über neun Jahre lang den gleichen Umweltbedingungen ausgesetzt waren. Dabei zeigte sich, dass artenreiche Wiesen im Gegensatz zu artenarmen Vergleichsflächen den Mikroorganismen im Boden mehr Nährstoffe zur Verfügung stellten und gleichzeitig günstigere Umweltbedingungen boten. Diese Faktoren führten zu einer höheren genetischen Vielfalt und insbesondere zu einer gesteigerten Aktivität der mikrobiellen Gemeinschaft. Entgegen der ursprünglichen Erwartung, dass dies zu einem verstärkten Abbau von kohlenstoffhaltiger Substanz im Boden führt, hat die mikrobielle Gemeinschaft mehr pflanzliche Biomasse umgewandelt und damit den Kohlenstoff aus Pflanzen vermehrt in organische Bodensubstanz umgewandelt. Kohlenstoff wird dadurch länger im Boden gebunden und nachhaltig der Atmosphäre entzogen, wo er sonst als CO2 klimaschädliche Auswirkungen hätte.

Quelle: www.mpg.de, www.soel.de


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© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
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