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Unsichtbare Helfer im Ackerboden


(04.08.2015)

Wo die meisten Organismen keine Überlebenschance haben, fühlen sich Archaeen wohl: Die extrem anpassungsfähigen Mikroorganismen leben etwa in heißen Vulkanquellen, in sehr salzigen Gewässern oder sauren Rindermägen. Nun hat man die Mikroorganismen auch in Ackerböden entdeckt, wo sie Nährstoffe für die Pflanzen aufbereiten.

Forscher/innen haben herausgefunden, dass eine Untergruppe der Archaeen die im Boden enthaltene Stickstoffverbindung Ammonium in Nitrat umwandeln kann. Diese Fähigkeit macht die Einzeller für die Landwirtschaft interessant, da Nitrat als wichtiger Nährstoff von den Pflanzen sehr gut aufgenommen und verwertet werden kann. Allerdings entsteht bei der Umwandlung von Ammonium in Nitrat das besonders klimawirksame Lachgas (N?O).
Um Strategien zur Verminderung der  landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen zu entwickeln, ist es entscheidend, die Freisetzungs- und Abbauprozesse von Lachgas zu verstehen. Über die Rolle der Mikroorganismen ist in diesem Zusammenhang noch wenig bekannt. 

Wissenschafter/innen des Forschungsinstituts für biologischen Landbaus (FiBL Schweiz) untersuchen nun, welche Rolle Archaeen und Bakterien bei der Produktion und beim Abbau von Lachgas spielen. Im Rahmen des Forschungsprogramms „Ressource Boden“ erforschen sie, wie die unterschiedliche landwirtschaftliche Bewirtschaftung - bio oder konventionell, mit oder ohne Pflug, mit oder ohne Zugabe von Pflanzenkohle - die Mikroorganismen beeinflusst.

Quelle: www.fibl.org

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© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
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