Logo Lfi

Servicemenu



Neue EU-Bioverordnung


(03.07.2015)

Nach langwierigen Verhandlungen haben sich die EU-Agrarminister in Luxemburg nun auf einen Kompromiss bei der geplanten neuen EU-Bioverordnung geeinigt. Die Intention für die Überarbeitung der Bio-Verordnung war unter anderem, das Verbrauchervertrauen in Bio-Lebensmittel weiterhin zu stärken, Erzeugervertrauen in das System zu erhalten und Entwicklungshindernisse für die biologische Landwirtschaft in der EU zu reduzieren.
Strittig waren dabei bis zuletzt vor allem die Punkte Grenzwerte für Schadstoffe und die Kontrollhäufigkeit. Bei einer Überschreitung der Grenzwerte sollten in der ursprünglichen Version Bio-Betriebe ihre Biozertifizierung verlieren, auch wenn die Verunreinigung durch Luftverfrachtung, z.B. durch den Einsatz von Pestiziden auf einem benachbarten, konventionellen Feld, erfolgt ist. Der Kompromiss sieht nun vor, dass die betroffene Parzelle gesperrt wird und diese Produkte nicht als bio vermarktet werden dürfen.
Routinemäßige Kontrollen finden künftig nur mehr alle 30 Monate (bisher einmal jährlich) statt, Risikobetriebe werden dafür aber im Zuge sogenannter „risikobasierte Kontrollen“ häufiger als bisher überprüft.
Der neue Entwurf wird nun mit dem Rat der Europäischen Union und dem EU-Parlament verhandelt. Die EU-Kommission plant die neue Verordnung 2017 in Kraft treten zu lassen.

Quelle: www.raumberg-gumpenstein.at, www.orf.at


printDrucken

© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
EU, Entwicklung für den ländlichen Raum, Logo Lebensministerium Östrerreich