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Grüne Städte


(11.05.2015)

Die Artenvielfalt ist in Städten mit ausreichend Grünflächen höher als im intensiv genutzten Agrarland. Zu diesem durchaus überraschenden Ergebnis kommen zwei Biologinnen der Universität Bern, die den Einfluss der Verstädterung auf die Biodiversität in sechs Schweizer Städten (Zürich, Basel, Genf, Bern, Chur und Locarno) erforscht haben. Die Wissenschafterinnen verglichen die Vielfalt baumbewohnender Käfer, Wanzen, Zikaden und Spinnen in den Städten mit den Beständen im umliegenden Agrarland. Die Artenvielfalt war mit durchschnittlich 39 Tierarten in grün geprägten Stadtteilen deutlich höher als im intensiv genutzten Agrarland, wo die Forscherinnen ebenso wie in den grauen Vierteln nur 29 Arten zählten. Sofern die urbane Landschaft ausreichend Grün bietet, kann der negative Einfluss der intensiven Landwirtschaft auf die Biodiversität größer sein als jener der Verstädterung. Die Forscherinnen sehen in diesem Ergebnis auch die Notwendigkeit, dass Städte ausreichend Grünelemente bieten müssen, wenn die negativen Effekte der allgemeinen Verstädterung auf die Biodiversität verringert werden sollen.

Quelle: Turrini, T.; Knop, E. (2015): A landscape ecology approach identifies important drivers of urban biodiversity. Global Change Biology; www.weltagrarbericht.de


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© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
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