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Mehr Bio – weniger Pestizide


(21.04.2015)

Biolebensmittel enthalten - verglichen mit konventionellen Vergleichsprodukten - bekanntermaßen deutlich weniger bzw. gar keine Pestizidrückstände. Um das in einer weiteren Studie zu belegen, haben Wissenschafter/innen anhand der Ernährungsgewohnheiten von Testpersonen deren Pestizidbelastung analysiert. Um die Belastung mit Organophosphaten (Insektizide, die in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden) zu bestimmen, analysierten sie Angaben zum Essverhalten von fast 4.500 US-Bürger/innen. Die Wissenschafter/innen untersuchten, welches Obst und Gemüse die Testpersonen in welchen Mengen konsumierten und verknüpften dies mit Daten des US-Landwirtschaftsministeriums zur durchschnittlichen Pestizidbelastung dieser Lebensmittel. Ihre Prognosen verglichen die Autor/innen mit der Pestizidkonzentration in Urinproben von Testgruppen, die ähnliche Mengen der angegebenen Obst- und Gemüsesorten verzehrten. Das Ergebnis: Die Menschen, die sich „oft oder immer“ mit Biolebensmitteln ernährten, wiesen deutlich geringere Rückstände an Organophosphat-Pestiziden im Urin auf als jene, die „kaum oder nie“ zu Bio griffen. In einem nächsten Schritt wollen die Autor/innen diese Ergebnisse nutzen, um den Zusammenhang zwischen dem Verzehr pestizidbelasteter Produkte und Gesundheitsfolgen zu untersuchen.

Quelle: Curl, C. et al. (2014): Estimating Pesticide Exposure from Dietary Intake and Organic Food Choices: The Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis (MESA). Environmental Health Perspectives; www.weltagrarbericht.de


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© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
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