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Teurer „Müll“


(06.03.2015)

Etwa ein Drittel aller Nahrungsmittel wird nicht konsumiert, sondern weggeworfen oder geht entlang der Wertschöpfungskette verloren. Neben dem Verlust immenser Mengen an Lebensmitteln bedeutet dies auch negative Auswirkungen auf die Umwelt und hohe Kosten für die Gesellschaft. Wie hoch diese Kosten tatsächlich sind legt die Welternährungsorganisation FAO nun erstmals in einer vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und der London School of Economics erarbeiteten Studie vor.
Fazit: Die gesellschaftlichen Kosten von Nahrungsmittelabfällen sind enorm. Sie belaufen sich auf etwa 2,6 Billionen US-Dollar bzw. 4 % des globalen Bruttosozialprodukts pro Jahr und setzen sich wie folgt zusammen: Die direkten Produktionskosten betragen etwa eine Billion US-Dollar, die Umweltkosten (z. B. aufgrund von Treibhausgasemissionen oder Wasserverbrauch für Bewässerung) etwa 700 Milliarden und die sozialen Kosten (wie Gesundheitskosten) etwa 900 Milliarden. Während die direkten Kosten einigermaßen verlässlich abzuschätzen sind, sind die Umweltkosten und vor allem die sozialen Kosten deutlich schwieriger festzumachen. Die Autor/innen der Studie betonen daher, dass die vorliegenden Kostenabschätzungen sehr vorsichtig sind und in der Realität deutlich höher liegen dürften. Sie kommen auch zu dem Schluss, dass die mit den weggeworfenen Lebensmitteln verbundenen gesellschaftlichen Kosten am besten durch die Vermeidung von Nahrungsmittelabfällen gesenkt werden können. Dies gilt auch dann, wenn die Wiederverwertung des „Lebensmittelmülls“ teilweise sehr effizient organisiert werden kann.

Quelle: www.fibl.org


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© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
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