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Deutscher Pestizidumsatz

Die Umsätze auf dem deutschen Pestizidmarkt stiegen auch heuer um 7,5 % auf 1,5 Milliarden Euro. Der Zuwachs ist nicht nur ein monetärer. Wie das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) mitteilt, gelangen in Deutschland mit jedem Jahr mehr chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel auf die Äcker:


(30.06.2014)

Von 2002 bis 2012 stieg der deutsche Pestizideinsatz um ein Drittel auf über 45.000 Tonnen - bei annähernd gleichbleibender landwirtschaftlicher Nutzfläche. Die Folgen sind deutlich sichtbar: Ackerböden sind mittlerweile an Wildsamen extrem verarmt, Nützlinge finden in der zunehmend ausgeräumten  Agrarlandschaft keine Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten mehr und Bienen werden akut und chronisch durch Pestizide vergiftet.
Neben den vielfältigen ökologischen Folgen sind auch die mit dem Pestizideinsatz verbundenen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit nicht zu unterschätzen. Laut PAN ist es unentschuldbar, dass trotz existierender Alternativen nach wie vor Pestizide zum Einsatz kommen, die nachweislich krebserregend sind und das Hormonsystem beeinträchtigen. Während die Pestizidhersteller große Gewinne machen, werden Anwendungskontrollen und Rückstandsanalysen aus Steuergeldern bezahlt. Die Kosten für Artenverlust, Gewässerkontamination und pestizidbedingte Krankheiten schlagen sich weder in Lebensmittel- noch in Pestizidpreisen nieder und müssen schon gar nicht von den Pestizidherstellern übernommen werden. Die EU-Mitgliedstaaten haben nun endlich gemeinschaftlich beschlossen, Ausschlusskriterien für besonders gefährliche Wirkstoffe einzuführen.

Quelle: www.soel.de


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© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
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