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Riskanter Mais

Zum ersten Mal hat die europäische Lebensmittelbehörde EFSA die Bewertung einer gentechnisch veränderten Pflanze korrigiert.


(24.04.2014)

Im Frühjahr letzten Jahres hatten EFSA-WissenschafterInnen den genmanipulierten Mais 59122 der US-Firmen Pioneer und Mycogen Seeds noch als sicher eingeschätzt. Der unter dem Namen Herculex bekannte Mais setzt mehrere Insektizide frei und ist gleichzeitig resistent gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat. Er ist in der EU als Futter- und Lebensmittel bereits seit fünf Jahren erlaubt, doch Ende 2013 hieß es auf der Website der Behörde, die für die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen in der EU zuständig ist, es gebe „neue wissenschaftliche Informationen“. Demnach ist es nicht mehr auszuschließen, dass Bestäuber wie Bienen oder Schmetterlinge durch das Gift, das der Herculex-Mais absondert, geschädigt werden. Die EFSA empfiehlt, weitere Studien durchzuführen.
Kritische WissenschafterInnen weisen bereits seit Jahren auf zahlreiche Lücken in der Risikobewertung hin – nicht zu Unrecht wie sich jetzt wieder gezeigt hat.

Quelle: Ökologie & Landbau 169, 1/2014, www.eu-koordination.de


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