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Agrarökologische Vielfalt


(23.08.2016)

Eine Abkehr von der industriellen Landwirtschaft hin zu diversifizierten agrarökologischen Systemen ist notwendig, um gesunde Lebensmittel für alle zu produzieren, ohne die Umwelt zu belasten. Das fordern die Wissenschaftler des International Panel of Experts on Sustainable Food Systems (IPES-Food) in ihrem aktuell erschienenen Bericht. Denn einer vielfältigen, ökologischen Landwirtschaft gelinge es im Gegensatz zu derzeitigen Systemen, Ernährungssicherheit, eine ausgewogene Ernährung, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit zu vereinbaren. Die Experten betonen, dass viele der Probleme in Ernährungssystemen eng mit der Einförmigkeit verknüpft sind, die der industriellen Landwirtschaft mit ihrer Abhängigkeit von Pestiziden und chemisch-synthetischen Düngern zugrunde liegt. Der Bericht gibt der industriellen Landwirtschaft eine Mitschuld an Problemen wie dem schlechten Zustand von Böden, Wasser und Ökosystemen, hohen Treibhausgasemissionen und Biodiversitätsverlust.
Hingegen haben vielfältige agrarökologische Systeme neben zahlreichen anderen Vorteilen das Potenzial, Kohlenstoff im Boden zu binden, die verfügbaren Ressourcen effizienter zu nutzen, degradierte Flächen wiederherzustellen und so die Landwirtschaft zu einer Lösung für den Klimawandel zu machen. Zudem können sie entscheidend dazu beitragen, die Ausgewogenheit der Ernährung auf lokaler Ebene zu erhöhen.

Quelle: IPES-Food (2016): From uniformity to diversity: a paradigm shift from industrial agriculture to diversified agroecological systems; www.weltagrarbericht.de


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© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
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