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Neues aus der Pflanzenwelt


(27.06.2016)

Britische WissenschaftlerInnen haben den Zustand der Pflanzenwelt untersucht. Demnach gibt es mehr Arten als angenommen. Jedes Jahr werden neue entdeckt, von vielen wissen wir wohl noch gar nichts. Das ist die gute Nachricht. Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass jede fünfte Art weltweit auf die eine oder andere Weise bedroht ist. Als Hauptfaktor für das Verschwinden vieler Pflanzenarten (31 %) nennen die WissenschaftlerInnen die Zerstörung der Lebensräume durch die Landwirtschaft. Verantwortlich dafür ist sowohl die industrielle Tierhaltung als auch die Intensivierung des Ackerbaus. Aber auch der zunehmende internationale Handel mit Palmöl hat in den letzten zwei Jahrzehnten durch die Umwandlung natürlicher Wälder und Moore in Palmölplantagen tiefgreifende Auswirkungen gehabt.
Die Abholzung von Wäldern für die Holzindustrie oder das Sammeln bestimmter Pflanzen stellen ebenfalls eine Gefährdung für die Pflanzenvielfalt dar (21 %), gefolgt vom Bau von Häusern und Straßen (13 %). Hinzu kommen viele neue Bedrohungen, etwa Pflanzenkrankheiten durch Pilze, Bakterien oder Viren. Auch der Klimawandel spielt eine nicht zu vernachlässigende Rolle.
Die WissenschaftlerInnen möchten nun mit diesem Bericht eine Bestandsaufnahme des aktuellen Wissensstandes zur Vielfalt der Pflanzen bereitstellen, die weltweiten Bedrohungen aufzeigen und für die Wichtigkeit der Pflanzenvielfalt sensibilisieren. Schließlich haben Pflanzen eine essentielle Bedeutung für das Leben aller – von Nahrung, Medizin und Kleidung über Baumaterialien bis hin zur Klimaregulierung.

Quelle: RBG Kew (2016): The State of the World’s Plants Report – 2016.  Royal Botanic Gardens, Kew


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© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
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