Logo Lfi

Servicemenu



Glyphosat: Zulassung verschoben


(24.03.2016)

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Pestizid. Zahlreiche Studien haben bereits Rückstände in der Umwelt, in unterschiedlichen Lebensmitteln und auch im menschlichen Urin gefunden. Zuletzt gingen die hohen Glyphosatwerte in deutschen Biersorten durch die Medien.
Über die gesundheitlichen Risiken, die mit dem Einsatz von Glyphosat verbunden sind, wird bereits seit langem heftig diskutiert. Während die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend eingestuft hat, klassifizieren das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel als wahrscheinlich nicht krebserregend.
Die Entscheidung darüber, ob Glyphosat auch in den nächsten 15 Jahren in der EU eingesetzt werden darf, hätte Anfang März fallen sollen. Die EU-Kommission hat die Abstimmung nun aber kurzfristig verschoben, da sich Medienberichten zufolge keine ausreichende Mehrheit der Mitgliedsstaaten für eine weitere Zulassung abzeichnete. Frankreich, Italien, Schweden und die Niederlande hatten Bedenken gegen ein Verlängerung der Zulassung von Glyphosat geäußert. Umweltschutzorganisationen und andere Glyphosat-Kritiker/innen sehen in der Vertagung der Entscheidung nun einen ersten Erfolg und verweisen auf das geltende Vorsorgeprinzip: Solange die Unbedenklichkeit nicht eindeutig bewiesen ist, soll es auch keine Zulassung geben.  

Quelle: www.weltagrarbericht.de, www.global2000.at


printDrucken

© FiBL. Alle Rechte vorbehalten. Letzte Änderung: 17.09.2014
EU, Entwicklung für den ländlichen Raum, Logo Lebensministerium Östrerreich