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Bestäuberförderung

Bestäubung – wichtig für Bauer und Natur

Eine hohe Artenvielfalt ist in der Natur nicht nur aus Sicht des Natur- und Artenschutzes wichtig. Viele landwirtschaftliche Kulturen müssen von Insekten bestäubt werden, um zufriedenstellende Erträge zu gewährleisten. Eine Förderung bestäubender Insekten in der Agrarlandschaft liegt daher im Interesse aller LandwirtInnen.

Landwirtschaftliches Nutztier "Biene"

Biene ©I-Stock FotoDer fortschreitende Rückgang der Artenvielfalt von Insekten in der Agrarlandschaft ist längst nicht nur ein Natur- und Artenschutzproblem. Neben dem Fehlen wichtiger Gegenspieler von Schadorganismen ist es vor allem der Verlust von bestäubenden Insekten, welcher die gesamte Landwirtschaft in Zukunft immer stärker beeinflussen wird.
Bis zu 90 verschiedene Obst- und Gemüsesorten sowie Feldfrüchte sind auf die Bestäubung von Insekten angewiesen. Laut einer Einschätzung des US-Landwirtschaftsministeriums basiert rund ein Drittel unserer Ernährung auf Pflanzen, die von Insekten bestäubt werden. Neben dem Verlust von Honigbienen macht sich auch der Rückgang der etwa 650 Wildbienenarten deutlich bemerkbar.

Bestäubende Insekten als Ertragsfaktor

Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass bestäubende Insekten die Erträge in verschiedenen Kulturen signifikant erhöhen können. Umgekehrt ist bei fehlender Bestäubung, nicht nur in Obstkulturen, mit einem Ertragsverlust von bis zu 90 % zu rechnen, auch verschiedene Ackerkulturen (z.B. Sonnenblume, Raps) sind mit Verlusten von bis zu 70 % massiv betroffen.

Wie können bestäubende Insekten gefördert werden?

Kirschblüte ©Peter Meindl, FiBLNeben einigen anderen Ursachen für das Bienensterben, wirkt sich für Wildbienen (aber auch für Honigbienen) vor allem das Fehlen von Nahrungsquellen in der Landschaft negativ aus. Die Landschaft „ernährt“ ihre (Wild-) Bienen nicht mehr - es fehlt ein entsprechendes Blühangebot. Arten- und Individuenzahlen gehen rapide zurück - mit den beschriebenen finanziellen Folgen (Ertragsverluste) für die Landwirtschaft.
Die Landschaft muss also wieder blühen, um Bestäubern Nahrung und Lebensraum zu bieten. Das Blühangebot sollte idealerweise schon sehr früh im Jahr zur Verfügung stehen. Heckensträucher und -bäume blühen schon zeitig im Frühling und sind daher wichtige Nahrungsquellen für Wildbienen. Zu den blühenden Heckenpflanzen zählen Kirschen, Wildapfel, Schlehen oder Heckenrosen.

Neben den Hecken sind es Blühstreifen und Bracheflächen, die für Bienen wichtige Lebensräume darstellen. Hier finden sie Nahrung in Form von Nektar und Pollen sowie Möglichkeiten zur Eiablage, zum Beispiel in abgestorbenen Pflanzenstängeln. Entscheidend ist auch hier ein vielfältiges Blühangebot. Bedeutende Blütenpflanzen in Blüh- und Brachflächen sind zum Beispiel Schafgarbe, Karde, Malve, Wilder Kerbel oder Rainfarn.

Bluetenmischung ©Peter Meindl, FiBLBlühstreifen können auch eine andere wichtige Funktion in einer ausgeräumten Agrarlandschaft übernehmen. Sie sind als Verbindungen zwischen verschiedenen Landschaftselementen unerlässlich und bieten Insekten und anderen Tieren die Möglichkeit entlang dieser Streifen in andere Lebensräume zu wandern.
Da sehr viele Wildbienen ihre Nester im Boden ablegen, sollte unsere Landschaft auch Lebensräume in Form von offenem Boden bieten. Unbefestigte Feldwege oder Böschungen und Geländekanten fördern ebenfalls das Vorkommen von Wildbienen.
Auch Asthaufen und Holzstöße sollten in der Landschaft vorhanden sein. Sie bieten Eiablage- und Überwinterungsmöglichkeiten für Wildbienen.

Links zum Thema

www.bluehende-landschaft.de
Netzwerk blühende Landschaft, eine Initiative aus Deutschland
www.fibl.org
Biolandbau fördert die Biodiversität
www.wildbienen.info
Informationen über viele Wildbienenarten

Veranstaltungshinweis

Aktuelle Veranstaltungen zum Thema Bienen und Bestäuberförderung finden Sie unter Termine/Veranstaltungen.



 

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