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Aktuell

Biolandbau-Forschungsinstitut in Ungarn gegründet

Mit dem vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) initiierten Projekt „Förderung der biologischen Landwirtschaftsforschung in Ungarn“ soll die ungarische Biolandbauforschung unterstützt werden. Ein neu gegründetes ungarisches Institut zur Forschung und Beratung im Biolandbau (Ökológiai Mezogazdasági Kutatóintézet – ÖMKi) vergibt und koordiniert in diesem Zusammenhang innovative Forschungsprojekte.

Biolandbauforschung findet in Ungarn hauptsächlich an staatlichen Forschungseinrichtungen und Universitäten statt. Die finanzielle Ausstattung ist jedoch gering, weshalb bisher nur wenige Forschungsprojekte durchgeführt wurden. Die am Thema interessierten Wissenschafterinnen und Wissenschafter sind kaum vernetzt, der Austausch mit den AkteurInnen des Biolandbaus ist wenig entwickelt. Dennoch besitzen ungarische Forschungseinrichtungen ein großes Potential und Interesse für die Forschung und Entwicklung des Biolandbaus.

Innovation und Vernetzung

Eine wichtige Aufgabe des im Juni gegründeten Instituts ÖMKi (www.biokutatas.fibl.org) ist deshalb die Förderung angewandter, innovativer Forschungsprojekte, welche die Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der ungarischen biologischen Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung unterstützen sollen. Geplante Themen sind der Beitrag des biologischen Landbaus zur nachhaltigen Landwirtschaft, zur Lebensmittelsicherheit, zur Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze sowie zum Schutz von Boden, Biodiversität und Klima.

Langfristig soll sich das Institut zum Projektkoordinations- und Forschungszentrum für die ungarischen biologischen Landwirtschaftswissenschaften entwickeln. Das Institut strebt dabei eine intensive Partnerschaft mit den führenden ungarischen Forschungsinstituten, Fachorganisationen und innovativen Unternehmen der Biobranche an. Ein weiteres Ziel ist, die Zusammenarbeit zwischen den AkteurInnen der biologischen Landwirtschaft, der Lebensmittelbranche und der Forschung zu stärken.

Quelle: www.fibl.org

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BIO-NET 2011 – Neue Ideen für die biologische LandwirtschaftSchwarzmarkt für Biowissen; ©FiBL, Reinhard Geßl

Biolandbau ist Wissenschaft, Technik und Praxis, aber auch Philosophie und Lebenseinstellung. Biolandbau wird dadurch wissensintensiv und für den Austausch zwischen verschiedenen AkteurInnen oft zu komplex. Nicht so beim „Schwarzmarkt für Bio-Wissen“: Im Rahmen der von FiBL Österreich Anfang März organisierten Veranstaltung „Bio-Net 2011 – Neue Ideen für die biologische Landwirtschaft“ wurde dieses neue, experimentelle Forum für Bio-Gespräche erfolgreich erprobt.

Um den Ansprüchen des Bildungsprojektes „Bionet“, das auf die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Beratung und Praxis sowie den Austausch von wissenschaftlichem und bäuerlichem Wissen ein besonderes Augenmerk legt, gerecht zu werden, setzte man dabei auf einen Wissensaustausch auf Augenhöhe.

Nachdem am Vormittag von ExpertInnen aus Österreich, Tschechien und der Schweiz ein Blick auf den Stand der (inter)nationalen Bio-Forschung geworfen wurde, wurden am Nachmittag – angelehnt an ein Format, das sich im künstlerischen Umfeld bereits bewährt hatte - wichtige Bio-Dinge, die Leben und Arbeiten in der biologischen Landwirtschaft prägen, in den Mittelpunkt der Gespräche gestellt.

Bio-Dinge, die die Welt verändern

Hier wurde nicht getrennt in TheoretikerInnen und PraktikerInnen, Wissende und Nicht-Wissende. Ziel des spielerischen Erfahrungsaustauschs war vielmehr, das Wissen, das in Bio-Dingen steckt, gemeinsam zur Sprache zu bringen. Woher stammen sie? Was „machen“ sie und wie verändern sie die landwirtschaftliche Praxis? Wie funktionieren sie und was ist neu an ihnen?

Kuhhörner, Eberhormone, Regenwurmkompost, Weideaufwuchs-Höhenmesser und alte Getreidesorten zählten, ganz nach dem Motto der Veranstaltung „Bio-Dinge, die die Welt verändern“ zu den 30 Dingen, die zurzeit die Bio-Welt prägen und die von ebenso vielen ExpertInnen – ForscherInnen, BäuerInnen, BeraterInnen und anderen Bio-ArbeiterInnen - präsentiert wurden.

In wechselnden Dialogen von etwa 15 Minuten beleuchteten die rund 100 BesucherInnen gemeinsam mit den jeweiligen ExpertInnen anhand ausgewählter, innovativer Objekte, Materialien oder Technologien verschiedenste Aspekte der Biologischen Landwirtschaft.

Rund um die Themen Boden – Pflanze – Tier – Mensch – Wissensaustausch konnten Bio-Interessierte so in Zwiegesprächen der besonderen Art Wissen und Erfahrung mit anderen teilen, diskutieren und durch neue Sichtweisen erweitern.

Das Fotoalbum zu „BIO-NET 2011“ gibt nun zusätzlich einen kleinen Einblick in die bunte Welt der Biolandwirtschaft.

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Ohne Bäuerin und Bauer keine Biodiversität – engagierte Biobetriebe Dornfingerspinne; biodiverstaetsmonitoring.atgesucht!

Viele Tier- und Pflanzenarten gibt es nur deswegen, weil Bäuerinnen und Bauern ihre Wiesen und Felder schon seit vielen Jahren nachhaltig bewirtschaften.
Auf Magerwiesen finden sich oft bis zu hundert verschiedene Pflanzenarten auf einer Fläche. Und: Von jeder Pflanzenart sind rund zehn Tierarten abhängig.

Das Projekt „Landwirtinnen und Landwirte beobachten Pflanzen und Tiere“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Erhaltung der Magerwiesen zu unterstützen. Derzeit beobachten über 600 Bäuerinnen und Bauern verteilt über ganz Österreich bestimmte Pflanzen- und Tierarten. Jetzt sollen auch die Biobetriebe verstärkt in dieses Netzwerk eingebunden werden.

Daher werden BiolandwirtInnen gesucht, die Freude und Interesse daran haben, einmal jährlich bestimmte Zeigerpflanzen oder Tierarten auf ihren Magerwiesen zu beobachten, zu zählen und an das Projektteam zu melden. Jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin erhält eine Einschulung durch ExpertInnen direkt auf seinem/ihrem Betrieb sowie eine Aufwandsentschädigung von € 30 pro Jahr.

Interessenten finden nähere Informationen unter www.biodiversitaetsmonitoring.at oder kontaktieren direkt DI Ingo Mohl:
E-Mail
T 0463/516614-19

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