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Aktuell

Kartoffeln aus dem Genlabor?Kartoffel; ©FiBL; Reinhard Gessl

Kritiker der Grünen Gentechnik befürchten, dass die Zulassung und Kommerzialisierung der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora, die bisher in Europa nicht angebaut werden darf, demnächst bevor steht. Mit Hilfe der Gentechnik wurde ihre Stärkezusammensetzung so verändert, dass sie für bestimmte industrielle Verwendungszwecke angeblich besser geeignet ist.
Die GV-Kartoffel ist unter anderem deshalb besonders umstritten, weil sie ein Antibiotika-Resistenzgen enthält, welches auch in der Human- und Tiermedizin verwendet wird. Eine Resistenzbildung von Mensch und Tier gegenüber dem Antibiotikum kann daher nicht ausgeschlossen werden. Trotz dieses Risikos hat sich die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA) für die Zulassung von Amflora ausgesprochen.
Parallel zu dieser Entwicklung wurde in Deutschland eine Kartoffelsorte ganz ohne Gentechnik gezüchtet, die einen besonders hohen Amylopektin (Stärke)-Anteil aufweist und in der Nahrungsmittel-, Textil-, Papier-, Klebstoff- sowie Baustoffindustrie eingesetzt werden soll. Damit ist die Argumentation der Amflora-Befürworter hinfällig – denn wer braucht ein umstrittenes Gentech-Produkt, wenn es eine sichere Alternative gibt?

Quelle: Bio-Fibel 05/2009, www.bund.net

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Klimaneutraler Acker- und Gemüsebau

Die Landwirtschaft trägt weltweit mit 12 bis 32 % zum Klimawandel bei. Hauptquellen sind dabei der Methanausstoß der Wiederkäuer, die Kohlendioxid-Emissionen bei der Herstellung von Düngern und Pestiziden, die Abholzung von Wäldern für Acker- und Weideflächen sowie die Bodenerosion. Auch der Einsatz des Pflugs verbraucht viel Energie, verstärkt den Abbau von Humus und belastet somit das Klima.

Für die Optimierung der Anbausysteme im Biolandbau hinsichtlich ihrer Wirkung auf das Klima bestehen noch Wissenslücken. Es fehlen bisher zuverlässige Informationen zum Potential der Kohlenstoffrückbindung sowie zur Energie- und Nährstoffeffizienz von reduzierten Bodenbearbeitungssystemen und des Einsatzes von Gründüngung. Die im FiBL-Flyer "Klimaneutraler Acker- und Gemüsebau" vorgestellten Versuche sollen dazu wichtige Resultate liefern. Ergänzend geben ökonomische Analysen Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit der reduzierten Bodenbearbeitungsmaßnahmen auf Betriebsebene.

Quelle: www.fibl.org

Download FiBL-Flyer "Klimaneutraler Acker- und Gemüsebau" (.pdf)

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Neue Anbaustrategien bei ZwiebelnZwiebelanbau, www.oekolandbau.de©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan

Bio-Zwiebel werden vor allem in Form von Sä- oder Steckzwiebeln angebaut und stellen die Produzenten häufig vor große Herausforderungen:
Während der Säzwiebelanbau oft durch Falschen Mehltau und hohe Kosten für die Beikrautregulierung beeinträchtigt wird, kommt es beim Steckzwiebelanbau häufig zu hohen Ertragseinbußen durch Fusariosen.
Nun haben Wissenschafter ein alternatives Anbauverfahren – das Pflanzen von Säzwiebeln - untersucht, weiterentwickelt und auf seine Wirtschaftlichkeit überprüft.

Zufriedenstellende Ergebnisse

Während zwei Versuchsjahren wurden auf fünf Praxisbetrieben und im Kompetenzzentrum Bamberg Faktoren wie Pflanzabstand und Sorte (Summit/Hystar) berücksichtigt sowie drei unterschiedliche Reihenabstände, drei Erdpresstopfgrößen und unterschiedliche Kornzahlen pro Topf untersucht.

In beiden Jahren und auf allen Standorten war das Pflanzverfahren hinsichtlich Ertrag und Qualität mit den anderen Verfahren konkurrenzfähig oder ihnen überlegen. Die vorbeugende Wirkung gegenüber Fusarium ssp. konnte mangels Auftretens in den Versuchen nicht bestätigt werden. Der Befall mit Falschem Mehltau war nur in einem Jahr auf drei Standorten mit Steckzwiebelanbau ertragsbegrenzend, so dass auch in diesem Fall keine Aussage über die Vorzüglichkeit des Pflanzverfahrens gegenüber dem Säverfahren getroffen werden kann. Der Einfluss der Sorten war in beiden Jahren uneinheitlich.

Das Pflanzverfahren konnte anhand der zweijährigen Ergebnisse hinsichtlich der Parameter Pflanzabstände, Topfgröße und Kornzahlen pro Topf auch wirtschaftlich optimiert werden. Auf diese Weise wurde ein konkurrenzfähiges Anbauverfahren entwickelt, das nun auf den Projektbetrieben und weiteren Bio-Betrieben im süddeutschen Raum praktiziert wird.

Der Schlussbericht des Projekts wurde nun veröffentlicht: Download

Quelle: www.oekolandbau.de

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Preisbewusste Bio-Konsumenten? Einkauf / www.oekolandbau.de/©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan

Sind Bio-Produkte zu teuer? Der Preis gilt als zentrale Barriere für Konsumenten (mehr) Bio-Lebensmittel zu kaufen. Ein Forscherteam hat nun untersucht, wie preissensibel Käufer von Bio-Produkten wirklich agieren.

Die Wissenschafter sind der Frage nachgegangen, ob Konsumenten beim Kauf von Bio-Produkten sich tatsächlich so preisbewusst verhalten wie bisher angenommen. Dazu untersuchte das Projektteam die Preiskenntnis und Zahlungsbereitschaft von Konsumenten hinsichtlich Bio-Lebensmittel und überprüfte, inwiefern die in Befragungen bekundete Zahlungsbereitschaft mit dem tatsächlichen Kaufverhalten übereinstimmt.
Dazu wurden 642 Befragungen in Kombination mit Beobachtungen von Konsumenten vor bzw. in Einkaufsstätten des Lebensmittel- und Naturkosteinzelhandels durchgeführt und analysiert.

Für Bio-Konsumenten kommt Qualität vor dem Preis

Die Ergebnisse zeigen, dass die Preiskenntnis der Bio-Käufer ungenau ist - und dass die Zahlungsbereitschaft für Bio-Lebensmittel deutlich höher ausfällt als bisher angenommen. Der überwiegende Teil an Bio-Produkten wurde auch dann gekauft, wenn die Produkte tatsächlich mehr kosteten, als die Käufer ursprünglich bereit gewesen waren zu zahlen. Die Ergebnisse relativieren das bisher gültige Argument, dass der Preis für Bio-Lebensmittel eine zentrale Kaufbarriere darstellt. Sie zeigen, dass der Produktpreis noch während eines Kaufaktes durch zusätzliche produktbezogene Informationen in seiner Bedeutung für die Kaufentscheidung relativiert wird.

Quelle: www.oekolandbau.de

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© FiBL | All rights reserved. Last Update 03/09/2010 | Comments to Webmaster
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