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Aktuell

Gentech-Futter für BodentiereBoden; oekolandbau.de; ©BLE, Bonn/Foto: T. Stephan

Kanadische WissenschafterInnen untersuchten in einer aktuellen Studie die Wirkung von gentechnisch verändertem Mais auf die Boden-Umwelt.
Dabei konnte in unterschiedlichsten Bodenorganismen transgene, also gentechnisch veränderte DNA nachgewiesen werden – und zwar in deutlich höherer Konzentration als im Boden. Die WissenschafterInnen schließen daraus, dass die Tiere gentechnisch verändertes Pflanzenmaterial direkt aufgenommen haben. Dies unterstreicht Befürchtungen von Gentechnik-KritikerInnen und zeigt, dass ein isolierter Anbau genmanipulierter Pflanzen nicht möglich ist. Neben der Gefahr von Auskreuzungen gentechnisch veränderter Pflanzen können auch Bodentiere, Bienen und andere Nützlinge mit der transgenen DNA in Kontakt kommen, ohne dass deren Wirkung auch nur annähernd systematisch erforscht wäre.

Quelle: Bio-Fibel 2/2010; www.agronomy-journal.org

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Österreichischer Bio-Umsatz 2009 um 5 % gestiegenGeld;©FiBL/Gessl

Trotz Wirtschaftskrise erreichte der Bio-Umsatz in Österreich 2009 ein neues
Rekordhoch von 984,2 Millionen Euro. Die Branche freut sich über Umsatzzuwächse bis zu 15 Prozent.

Der Lebensmitteleinzelhandel erreichte im Jahr 2009 einen Bio-Umsatz von insgesamt 657 Mio. Euro.
Bio-Fachgeschäfte, Bio-Supermärkte und Reform-Geschäfte mit Bio-Anteil verbuchten ein geringeres Wachstum. Der gesamte Bio-Fachhandel kam so 2009 auf rund 140 Mio. Euro Umsatz.
Ein sehr erfolgreiches Jahr erlebte der Bereich Außer-Haus-Verpflegung. Lieferanten für
Großküchen, Kantinen, Gastronomie und Hotellerie konnten ihre Umsätze 2009 um ca. 15 % auf etwa 50 Mio. Euro steigern.
In der bäuerlichen Direktvermarktung lagen die Zuwächse zwischen 5 – 10 %, insgesamt kann von einem Umsatz von rund 70 Mio. Euro ausgegangen werden.
Während der Milchbereich im Export einen Rückgang verzeichnete, vermeldeten
Exportteilnehmer aus den Bereichen Speisegetreide, Trockensortimente, Obst und Wein
Umsatzzuwächse im zweistelligen Bereich. 2009 ist von einem Export-Plus von etwa 10 % auszugehen, was einem Umsatz von 66 Mio. Euro entspricht.

Bio ist krisensicher

Bio erweist sich also auch am Markt als stabiler Faktor und die Statistik zeigt: Sowohl Mengen als auch Umsätze entwickelten sich gegen den allgemeinen wirtschaftlichen Trend im Bio-Bereich positiv. Österreich kann so auch 2010 seine Top-Position im Biolandbau weiter ausbauen.
Die positive Entwicklung der biologischen Landwirtschaft in Österreich führt dazu, dass zahlreiche Lebensmittelproduzenten ihre Bio-Produktion mengenmäßig und mit neuen Produktideen weiterentwickeln und so am europäischen Markt Perspektiven für veredelte und innovative Produkte in Bio-Qualität schaffen.
Einziger Wermutstropfen: Die weiterhin niedrigen bäuerlichen Erzeugerpreise.

Quelle: www.bio-austria.at, www.ama-marketing.at

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EU-Zulassung von Gentechnik-KartoffelKartoffel,©FiBL/Foto: Reinhard Gessl

Die EU-Kommission hat den Anbau der Gentechnik-Kartoffel Amflora der Firma BASF genehmigt. Als erste Anbauzulassung gentechnisch veränderter Pflanzen in der EU seit 1998, darf die stärkehaltige Kartoffel nun nicht nur angebaut und technisch verwertet, sondern auch für die Tierfütterung verwendet werden. Umweltorganisationen und Bio-Verbände kritisieren diese Entscheidung scharf: Amflora enthält ein Resistenzgen gegen ein Antibiotikum, das auch in der Humanmedizin genutzt wird. Weiters wird befürchtet, dass mit genmanipulierten nachwachsenden Rohstoffen die Gentechnik durch die Hintertür salonfähig gemacht werden soll. Abgesehen von den allseits bekannten Risiken, die mit dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen verbunden ist, erscheint die Zulassung der Amflora-Kartoffel für Gentechnik-Kritiker grundsätzlich schwer nachvollziehbar, da mittlerweile konventionell gezüchtete Sorten mit vergleichbaren Eigenschaften wie Amflora auf dem Markt verfügbar sind.

Quelle: www.soel.de

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Pestizide versus Biodiversität

Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sind in den letzten 50 Jahren viele Pflanzen- und Tierarten auf regionaler und nationaler Ebene ausgestorben. In einer groß angelegten Feldstudie haben Forscher nun europaweit die Einflüsse verschiedenster Faktoren auf die Diversität von Pflanzen, Laufkäfern und bodenbrütenden Ackervögeln untersucht.

Von den dreizehn Faktoren der landwirtschaftlichen Intensivierung, die in neun Testregionen auf 1350 Weizenfeldern gemessen wurden, hatte der Gebrauch von Insektiziden und Fungiziden durchgehend besonders negative Effekte auf die Biodiversität und führte zu einer drastischen Verringerung der Artenzahlen: Die Artenvielfalt auf Feldern, die regelmäßig mit Pestiziden behandelt werden, ist um die Hälfte geringer als auf ökologisch bewirtschafteten Äckern. Dieser Effekt zeigt sich auch in der Umgebung der landwirtschaftlichen Anbauflächen. Das Fazit der Untersuchung: Die Artenvielfalt kann nur erhalten werden, wenn die Verwendung von Spritzmitteln auf ein Minimum beschränkt wird.

Quelle: www.soel.de, www.sciencedirect.com

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Kartoffeln aus dem Genlabor?Kartoffel; ©FiBL; Reinhard Gessl

Kritiker der Grünen Gentechnik befürchten, dass die Zulassung und Kommerzialisierung der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora, die bisher in Europa nicht angebaut werden darf, demnächst bevor steht. Mit Hilfe der Gentechnik wurde ihre Stärkezusammensetzung so verändert, dass sie für bestimmte industrielle Verwendungszwecke angeblich besser geeignet ist.
Die GV-Kartoffel ist unter anderem deshalb besonders umstritten, weil sie ein Antibiotika-Resistenzgen enthält, welches auch in der Human- und Tiermedizin verwendet wird. Eine Resistenzbildung von Mensch und Tier gegenüber dem Antibiotikum kann daher nicht ausgeschlossen werden. Trotz dieses Risikos hat sich die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA) für die Zulassung von Amflora ausgesprochen.
Parallel zu dieser Entwicklung wurde in Deutschland eine Kartoffelsorte ganz ohne Gentechnik gezüchtet, die einen besonders hohen Amylopektin (Stärke)-Anteil aufweist und in der Nahrungsmittel-, Textil-, Papier-, Klebstoff- sowie Baustoffindustrie eingesetzt werden soll. Damit ist die Argumentation der Amflora-Befürworter hinfällig – denn wer braucht ein umstrittenes Gentech-Produkt, wenn es eine sichere Alternative gibt?

Quelle: Bio-Fibel 05/2009, www.bund.net

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Klimaneutraler Acker- und Gemüsebau

Die Landwirtschaft trägt weltweit mit 12 bis 32 % zum Klimawandel bei. Hauptquellen sind dabei der Methanausstoß der Wiederkäuer, die Kohlendioxid-Emissionen bei der Herstellung von Düngern und Pestiziden, die Abholzung von Wäldern für Acker- und Weideflächen sowie die Bodenerosion. Auch der Einsatz des Pflugs verbraucht viel Energie, verstärkt den Abbau von Humus und belastet somit das Klima.

Für die Optimierung der Anbausysteme im Biolandbau hinsichtlich ihrer Wirkung auf das Klima bestehen noch Wissenslücken. Es fehlen bisher zuverlässige Informationen zum Potential der Kohlenstoffrückbindung sowie zur Energie- und Nährstoffeffizienz von reduzierten Bodenbearbeitungssystemen und des Einsatzes von Gründüngung. Die im FiBL-Flyer "Klimaneutraler Acker- und Gemüsebau" vorgestellten Versuche sollen dazu wichtige Resultate liefern. Ergänzend geben ökonomische Analysen Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit der reduzierten Bodenbearbeitungsmaßnahmen auf Betriebsebene.

Quelle: www.fibl.org

Download FiBL-Flyer "Klimaneutraler Acker- und Gemüsebau" (.pdf)

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Neue Anbaustrategien bei ZwiebelnZwiebelanbau, www.oekolandbau.de©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan

Bio-Zwiebel werden vor allem in Form von Sä- oder Steckzwiebeln angebaut und stellen die Produzenten häufig vor große Herausforderungen:
Während der Säzwiebelanbau oft durch Falschen Mehltau und hohe Kosten für die Beikrautregulierung beeinträchtigt wird, kommt es beim Steckzwiebelanbau häufig zu hohen Ertragseinbußen durch Fusariosen.
Nun haben Wissenschafter ein alternatives Anbauverfahren – das Pflanzen von Säzwiebeln - untersucht, weiterentwickelt und auf seine Wirtschaftlichkeit überprüft.

Zufriedenstellende Ergebnisse

Während zwei Versuchsjahren wurden auf fünf Praxisbetrieben und im Kompetenzzentrum Bamberg Faktoren wie Pflanzabstand und Sorte (Summit/Hystar) berücksichtigt sowie drei unterschiedliche Reihenabstände, drei Erdpresstopfgrößen und unterschiedliche Kornzahlen pro Topf untersucht.

In beiden Jahren und auf allen Standorten war das Pflanzverfahren hinsichtlich Ertrag und Qualität mit den anderen Verfahren konkurrenzfähig oder ihnen überlegen. Die vorbeugende Wirkung gegenüber Fusarium ssp. konnte mangels Auftretens in den Versuchen nicht bestätigt werden. Der Befall mit Falschem Mehltau war nur in einem Jahr auf drei Standorten mit Steckzwiebelanbau ertragsbegrenzend, so dass auch in diesem Fall keine Aussage über die Vorzüglichkeit des Pflanzverfahrens gegenüber dem Säverfahren getroffen werden kann. Der Einfluss der Sorten war in beiden Jahren uneinheitlich.

Das Pflanzverfahren konnte anhand der zweijährigen Ergebnisse hinsichtlich der Parameter Pflanzabstände, Topfgröße und Kornzahlen pro Topf auch wirtschaftlich optimiert werden. Auf diese Weise wurde ein konkurrenzfähiges Anbauverfahren entwickelt, das nun auf den Projektbetrieben und weiteren Bio-Betrieben im süddeutschen Raum praktiziert wird.

Der Schlussbericht des Projekts wurde nun veröffentlicht: Download

Quelle: www.oekolandbau.de

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© FiBL | All rights reserved. Last Update 07/12/2010 | Comments to Webmaster
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